50 Jahre Borm –
Im Gespräch mit
Gründer Ruedi Meier

Vom Start im Schlafzimmerbüro zum erfolgreichen Unternehmen: Ruedi Meier blickt zurück auf 50 Jahre Borm, geprägt von Mut, herausfordernden Anfangsjahren & dem Vertrauen von Mitarbeitenden und Kunden.

Ruedi, vor 50 Jahren wurde Borm gegründet – eine beeindruckend lange Zeit. Wie hat damals alles begonnen?
Schon als junger Mann war für mich klar: Ich wollte einmal mein eigenes Unternehmen führen. Während meiner Lehre als Elektrowickler und später in meiner Weiterbildung zum Betriebsfachmann und Unternehmensberater hat sich dieser Wunsch weiter gefestigt. 
Nach mehreren Jahren Berufstätigkeit habe ich 1976 meine eigene Firma gegründet – mit viel Mut, aber auch mit vielen offenen Fragen. 

Mit welcher Vision sind Sie gestartet?
Ehrlich gesagt: Die Vision war zunächst ganz einfach – überleben. Ich hatte eine Familie mit drei Kindern und mehr Arbeit als der Tag Stunden hat. Aber ich habe alles gemacht, was sich ergeben hat: Unternehmensberatung, temporäre Einsätze als Betriebsleiter und sogar Unterricht an Samstagen in der ganzen Schweiz beim Gewerbeverband. Ohne die Unterstützung und Geduld meiner Frau wäre das alles nicht möglich gewesen. 

Wie haben Sie die Anfangszeit erlebt?
Die ersten Jahre waren intensiv und herausfordernd, aber auch unglaublich spannend. Durch meine bisherigen Erfahrungen konnte ich schnell Kunden gewinnen, vor allem im Bereich Organisation und Kostenrechnung – darunter auch viele Schreinereien. So entstand Schritt für Schritt unsere Verbindung zur Holzbranche. 

Ein entscheidender Wendepunkt war das Aufkommen der ersten Computer. Mein Sohn Stephan besuchte damals die Mittelschule und belegte dort aus Interesse Computerkurse. Wir erkannten bald, welch enormes Potenzial in dieser neuen Technologie steckte. Unser erster Computer – ein gebrauchter Commodore 8032 – kostete rund CHF 500. Die Daten speicherten wir damals noch auf einfachen Tonbandkassetten.
 
Gemeinsam mit meinem Sohn und einem Entwickler begannen wir, eigene Softwarelösungen zu entwickeln. Die erste Anwendung war eine Zeitauswertung, gefolgt von einer Betriebsabrechnung. Mit der Zeit entstand daraus eine Geschäfts-Idee, die sich später als wegweisend erweisen sollte.

Wie kam es zur eigentlichen Gründung von Borm?
Ein Schlüsselmoment war ein Besuch bei einer Vorführung einer Branchenlösung für Schreiner mit zwei Kunden. Diese entsprach nicht den Erwartungen. Auf dem Heimweg versprach ich den zwei Kunden: „Wenn ihr mir zusichert, die Lösung zu kaufen, entwickeln wir für euch ein spezielles Schreiner-Programm.“ Sie sagten Ja – und das war die Geburtsstunde von Borm. 
 
Wir standen dann vor einem Entscheid: Bleiben wir in der Beratung oder setzen wir voll auf Software? Wir haben uns für die Software entschieden. Aus meiner Einzelfirma wurde eine AG – die  Betriebs Organisation Rudolf Meier, kurz BORM

Gab es prägende Erlebnisse aus deiner Zeit bei der Borm? 
Unzählige. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Vertrauen unserer ersten Kunden. Sie haben uns unterstützt, uns gefordert und uns geholfen, besser zu werden.
Natürlich gab es auch viele besondere Momente: unsere ersten Messeauftritte, die Expansion nach Deutschland, die Suche nach Programmierern, damals in ganz Europa – sogar in Russland. Oder auch ganz praktische Dinge: Computerabstürze während Vorführungen oder ein Kunde, der uns mit Cheminéeholz bezahlte. 

Welche Herausforderungen hatten einen besonders starken Einfluss auf dich?
Die ersten Jahre waren wirtschaftlich schwierig. Wir haben jeden verdienten Franken wieder in die Firma investiert. Es war ein ständiger Kampf um die Zukunft. Besonders herausfordernd war auch, dass Banken der Softwarebranche damals kaum Vertrauen schenkten – trotz guter Referenzen erhielten wir fast keine finanzielle Unterstützung. 

Was macht Sie heute besonders stolz?
Ganz klar: die Menschen. Unsere Mitarbeitenden und unsere Kunden. Ohne ihre Treue und ihren Einsatz wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. 
Und ich bin stolz darauf, dass wir immer den Mut hatten, neue Wege zu gehen. In einer Branche, die sich ständig verändert, muss man bereit sein, Dinge neu zu denken. Wir haben lieber neu angefangen, als an alten Lösungen festzuhalten. Dieses Denken hat uns geprägt – und es lebt bis heute in der Borm weiter. 

Wenn Sie zurückblicken – was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich raten?
Kämpfe für deine Träume. Aber sei dir bewusst: Es wird ein langer und oft auch mühsamer Weg. Durchhaltevermögen ist entscheidend.

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie Borm heute sehen?
Es ist kaum zu glauben. Was einst in einem Schlafzimmer mit einem einfachen Pult begann, ist heute ein erfolgreiches Unternehmen. Das erfüllt mich mit grossem Stolz.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Borm?
Ich wünsche der Borm weiterhin Innovationskraft und Ausdauer – und dass sie den Fokus auf den Kundennutzen nie verliert.

Mit welchen drei Worten würden Sie Borm beschreiben?
Innovativ. Kundenorientiert. Fair.

Und was bedeutet Ihnen persönlich das 50-jährige Jubiläum?
Vor allem Dankbarkeit. 
Dankbarkeit für die Gesundheit, die uns diesen Weg ermöglicht hat. Für meine Frau, die mich immer unterstützt hat. Für unsere Mitarbeitenden, die auch in schwierigen Zeiten zu uns standen. Und für unsere Kunden, die diesen Weg mit uns gegangen sind. 
Ein besonderer Moment war auch die Übergabe der Firma im Jahr 2004. Heute erfüllt es uns mit Freude zu sehen, wie sich die Borm weiterentwickelt hat. 

50 Jahre Borm – <br>Im Gespräch mit <br>Gründer Ruedi Meier
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